Vom Wesen des Atems

Beschleunigter Lebensstil, einseitige Orientierung nach Aussen, psychische Belastungen wirken sich hemmend auf unseren Atemfluss aus und hinterlassen Spuren in unserem Organismus. Die Verbindung zu unserem Wesenskern wird erschwert.
Im bewussten Wahrnehmen unseres Atems wenden wir uns unserem Inneren zu, dem rhythmischen Geschehen, dem Strömen in unserem Körper. Dieses Anwesendsein bewirkt Ausgleich und Durchlässigkeit.

Das Bewusstwerden von Gefühlen und Gedanken verbindet uns mit unserer Lebensgeschichte. Begrenzungen werden erfahrbar und können erweitert werden. Im Verbundensein mit dem Atem wird die Erfahrung lebendig, unseren Körper zu bewohnen. Die Arbeit mit dem Atem ist ein Weg, der uns darin unterstützt, zu unserem ureigensten Wesen zurückzufinden und wieder in Einklang mit unserer Ganzheit zu kommen. Wir kommen an in unserem Selbst.

«So du zerstreut bist, lerne auf den Atem achten.»
Gautama Buddha
«Atem ist eine führende Kraft in uns, Atem ist Urgrund und Rhythmus des Lebens. Atem – ein Weg zum Sein.»
Ilse Middendorf